Gelebter Glauben


 

  

Wenn im Advent

Um die Liebe bitt' ich, o HERR.

Sonst ist das Leben viel zu schwer!

Dieser Lärm und das hastige Jagen,

wäre viel leichter zu ertragen.


Wenn wir im eiligen Vorübergehen

auch noch die Not des Nächsten sehn.

In Augen voll ungeweinter Tränen,

in bangende Herzen, voll heimlichem Sehnen.

 
Sie gehen mit uns durch Straßen und Gassen,

ein jeder allein, im Heer der Massen.

Oft hat schon ein lieber Blick im Leben

dem andern geholfen und Kraft gegeben!


Wenn im Advent die Liebe uns weht,

findet die Seele zu GOTT im Gebet!

 

 

Zum ersten Advent

Und wieder ist es Advent!

Die erste Kerze am Kranz schon brennt.

Herr, Du kommst in eine lärmende Zeit.

Mach unser Herz für Dich bereit.


Erhelle es mit Deinem Licht.

Vergiss den ärmsten Bruder nicht.

Die Leere des Herzens, Lieblosigkeit,

den brennenden Hass, Neid und Streit.


Sieh unsere Welt, die im Dunkeln geht.

Schenk uns die Liebe, hör' das Gebet,

dass wir segnen durch Deine Gnade und Kraft,

die alles gibt, alles erschafft.


Gib Deinen Frieden an allen Toren.

Sonst sind wir alle im Leben verloren.

Gelobt seist Du in aller Zeit.

Mach unser Herz für Dich bereit!

 

 

Zum zweiten Advent
 

Seele, nun lausche, es ist Advent !

Die heilige, gesegnete Zeit.

Am Kranze das zweite Lichtlein schon brennt.

Seele, halt Dich bereit.


Nun musst Du stille Wege schreiten,

abseits vom Lärm dieser Welt.

Den Blick gerichtet in Himmelsweiten

zu Gottes Sternenzelt.


Das Lichtlein musst Du weiter tragen

hinein in die dunkle Nacht,

dass alle Menschen es erfahren,

wie froh Gottes Liebe uns macht.


Die Liebe, die mit heiligem Erbarmen

immer nur Christus sieht,

die sich neigt zu den Ärmsten der Armen,

nicht vor dem Elend flieht.


Seele, die Gnade steht vor den Toren.

Der Weg muss bereitet werden.

Bald wird das Kindlein im Stalle geboren,

und Weihnacht wird es auf Erden !

 

                     

 Zum dritten Advent 

Die Kerzen brennen und duften bereits.

Vorweihnacht liegt in der Luft.

Advent! In unserer lärmenden Zeit

uns zur Besinnung ruft.

 
Die grüßte Dunkelheit drängt zum Licht

und zum verklärten Schauen.

Glanz und Gloria sind in Sicht.

Öffne Dein Herz zum Vertrauen.


Der Engel steht bald vor Gottes Toren,

um die Botschaft des Friedens zu bringen.

Nun steh nicht abseits und verloren.

Lass Freude ins Herz Dir bringen.


Seele, schau aufwärts zu den Höhn.

Wir wollen den Weg bereiten

und auf die Not des Nächsten sehn.

Auch in die fernen Weiten.


Wo immer ein Kind hungert und weint,

gib von dem täglichen Brot.

Wir alle sind in der Liebe vereint

durch unsern gütigen Gott.


Jede kleinste Liebestat

wird Dir vergolten werden.

Streu aus den Samen zur guten Saat,

dass sie reiche Frucht bringt auf Erden.


Advent! Das Wort dringt zart und leise

in unseren Alltag hinein.

Bald singen wir die alte, vertraute Weise

und es wird Weihnacht sein!

 

 

Zum vierten Advent

Nun strömt Gottes Liebe in die Welt.

Die dunklen Tage werden erhellt.

Das letzte Lichtlein am Kranze schon brennt.

Seele, besinn Dich!  Es ist Advent!

 
Die Tage der Weihnacht, sind schon so nah.

Bald rufen wir jubelnd: Das Kindlein ist da.

In einem Stalle vor Bethlehems Toren,

wurde der Heiland der Welt geboren.


Nun lasst uns ihm freudig entgegen gehn

und auf die Not des Nächsten sehn,

dass jeder an unserer Liebe erkennt

die Boten Gottes im heiligen Advent.


Bring nun Dein Lichtlein zu den andern,

die so müde sind vom langen Wandern.

Die betend die Hände nicht können falten

und die wir doch stützend müssen halten.


Gib ihnen oft ein gutes Wort,

und eile nicht hastig wieder fort.

Schon oft hat im Leben ein einziger Blick

gebracht einem Menschen ein bisschen Glück.


Wir, die wir uns Gottes Kinder nennen,

müssen doch auch in Liebe dann brennen.

GOTT hat uns auch in der heiligen Nacht

das größte Wunder der Liebe gebracht.