Gelebter Glauben


 



Bete

O, bete immer -- jeden Tag,

bete zu jeder Stunde.

In Deines Lebens Müh' und Plag,

bete aus tiefstem Grunde.


So bitte jeden Augenblick,

dass GOTT Dir Gnade gebe

und finde zu Dir selbst zurück,

dass Deine Seele lebe.

 
O, bete, nicht nach Glanz und Pracht.

Das Herz bleibt dann so leer.

O, wähle GOTT und sei's  die Nacht,

denn mit Dir geht der Herr.

 
Ich bete immer GOTTES Wille,

soll auch der meine sein.

Im Lärm des Tages und der Stille

will ich beim Herrgott sein!

 

                  

 

Betende Hände


Ein neuer Morgen und ein neuer Tag

von Deiner Güte, HERR, mir froh geschenkt.

Nimm von mir heute Sorge und Ungemach,

mein ganzes Denken sei in Dir versenkt.

 
O, gib mir Hände, die sich still zum Beten falten,

und gib die Demut und ein gutes Herz.

O, lass mich heut' in Deinem Sinne walten.

Gib mir den Blick für meines Nächsten Schmerz.

 

Gib mir die Liebe, HERR, und Kraft und Mut

in liebeloser Zeit und Sturmgebraus.

Sieh meine Bitte, HERR, o, mach mich gut

und führe mich zu Dir nach Haus!

 

             


Beten

Sternenlos war die dunkle Nacht,

so friedlos mein Schicksalsweg.

Da habe ich wieder an den Herrgott gedacht.

Ich sah nicht mehr Weg und Steg.

 
Es fiel in mein einsames Schreiten,

ein einziges, gutes Wort.

Da hab' ich mich wiedergefunden.

Es nahm alle Dunkelheit fort.

 
Denn auch unsere schweren Tage,

will GOTT uns noch erhellen.

Mit einem Zeichen der Gnade,

dass wir schöpfen aus heilenden Quellen.


Wir können allein nicht gehen,

auch nicht den kleinsten Schritt.

Ich habe zur Höhe gesehen

und gebetet:  HERR, nimm mich mit!

 




Dank an Gott


Mein Gott, ich sage Dir tausendmal Dank

für das Gute in meinem Leben!

Du gibst mir täglich Speise und Trank

und Nahrung für's  göttliche Leben.


Und ich knie vor Dir, dem Zöllner gleich

mit niedergeschlagenen Augen,

und Du hebst mich empor und machst mich so reich

durch die Kraft unseres heiligen Glaubens.


Wem einmal getroffen Dein göttlicher Blick

kommt nie mehr von Dir los.

Er sehnt sich immer nach Dir zurück

und denkt an den Herrgott bloß.

So hältst Du mich fest in Deinen Armen.

Vater im Himmel!  Hab mit mir Erbarmen!

 

                       

Eucharistischer Heiland


So viele Lichter haben sie Dir angezündet.

Herrliche Blumen schmücken den Altar,

dass auch der ärmste Sünder zu Dir findet

demütig kniet in Deiner Beterschar.


So, wie die Kerzen sich in reiner Glut entflammen,

brennt auch mein Herz in einem Feuerbrand.

Und meine Seele will in Ehrfurcht Dich empfangen,

hat angelegt ihr schönstes Festgewand.

 
Und meine Stimme laut Dich froh bekennt,

möcht' jubelnd bis zum Himmelsraum durchdringen.

Sei hochgelobt, o HERR,  im heiligen Sakrament.

Dir nur zur Ehre wollen wir beten, singen.

 

                     

Danke


Ich komme aus einer Welt voll Lärm und Hast.

Du lädst mich ein als lieber Gast.

Mein Blick ist traurig, das Herz ist mir schwer.

So komm ich zu Dir, mein GOTT und mein HERR.

 
Immer wieder schau ich zum kleinen Schrein.

Welch eine Liebe schließt es doch ein.

Viel lastet auf der gequälten Seele.

Mein Leid, meine Schuld, meine ganze Fehle.

 
Du siehst meine Not, Du hörst mein Flehn.

Du lässt mich nicht mutlos wieder gehn.

In Deinem heiligen Bußsakramente,

verzeihst und vergibst Du durch Priesterhände.


Welch eine Gnade! Durch Gotteswort,

nimmst Du die größte Dunkelheit fort.

Nie können wir Dir genug Dank sagen.

Immer wieder wollen aufs Neue wir's wagen.


Und auf Deine große Barmherzigkeit bauen.

Wir sind so armselig, doch voller Vertrauen.

Und alles wandelt sich um zum Segen.

Du gibst uns die Kraft für das schwere Leben!

 

                  

Bekenntnis


Ich glaub' an Dich und Deine Seligkeit.

So tief ist in mir dieses heilige Wissen.

Ich glaub' an Dich in Freude, Schmerz und Leid

und möchte diesen Glauben nie mehr missen.

 
Wie arm ist doch das Leben ohne GOTT.

So ohne Sonne, Licht und frohe Lieder.

Wie groß des Menschen tiefe Herzensnot.

Mutlosigkeit befällt ihn immer wieder.


Bis ihm ein Wort aus gütigem Menschenmunde

weist still den Weg zu Gottes Heiligtum.

Und er erkennt in einer stillen Stunde,

des Lebens Irren und sein armes Tun.

 
Ich glaub' an Dich und liebe Dich so sehr,

dass jederzeit ich freudig Dich bekenne.

Mein Schöpfer Du, mein Heiland und mein Herr,

zünd' an mein Herz, dass es für Dich ganz brenne.

 

                    

Danksagung


Oft am Tage muss ich sagen:

Lieber GOTT, wie bist Du gut.

Hast in manchen dunklen Tagen

mir gegeben Kraft und Mut.


Was mich hat an Leid getroffen,

ach, es war schon oft recht schwer.

Doch verlor ich nie das Hoffen.

Immer glaubte ich, o, HERR.

 
Viele Menschen, die ich liebte,

sie enttäuschten mich so tief.

Wenn ich Dich auch oft betrübte,

meine Seele nach Dir rief.

 
Konnte ich oft nicht begreifen,

schaut' ich voll Vertrauen zu Dir.

Musste Dir entgegen reifen,

Deine Gnade gabst Du mir.


Immer wieder muss ich sagen:

Du allein, o GOTT genügst.

Was Du mir auch gibst zu tragen,

liebend hast Du's recht gefügt!