Gelebter Glauben


 

                           



Gottesmutter Maria


Schon viele Lieder hab' ich Dir geweiht,
mein ganzes Beten legte ich hinein.
O, liebste Mutter der Barmherzigkeit,
tief glänzt Dein Bildnis in der Seele mein.

Ave Maria!

O, Mutter meines Herrn, Du Wegbereiterin,
dass auch der Ärmste nicht braucht schier verzagen.
O, hoheitsvolle Frau, Magd und doch Königin,
hilf mir bestehn in allen Lebenslagen.

Ave Maria!

Die Worte sind so arm, doch liegt darin mein Grüßen,
Du liebste Mutter wirst es schon verstehn.
Lass knien mich ganz nah zu Deinen Füßen,
dass mich berührt noch Deines Mantels Wehn.

Ave Maria!

 
 

                     

Maria, O Holde Frau


Du schreitest durch die grünenden Wiesen
im Morgengrauen.
Und die Blümlein, die dort blühen und sprießen
können Dich schauen.


Du bist so hoheitsvoll, dass ich nicht wage,
zu berühren des Mantels Saum,
dass ich mich immer wieder frage:
Ist das ein Traum?


Madonna, Du trägst das Kind auf den Armen
und lächelst, wie Kinder sind.
Ich weiß es, Du hast auch Erbarmen
mit deinem ärmsten Kind.

                
 

                  
         


Auf meinen Wegen Irgendwo



Auf meinen Wegen irgendwo
sah ich sie wieder.
Und ich wurde auf einmal so seltsam froh.
Ich kniete nieder.


Im kleinen Kirchlein vorm heiligen Schrein
hielt ich meine Rast.
Stille zog in die Seele ein
nach des Alltags Hast.


Fern war die Welt mit ihrem Getriebe.
Alles war ruhig und klar,
denn GOTT war ja die ewige Liebe.
Ich schaute zum Hochaltar.


Und dann zu der Mutter unseres Herrn-
Die Madonna mit ihrem Kind.
Sie ist unser Trost und Hoffnungsstern
in des Lebens Sturm und Wind.


Madonna, o neige Dich zu uns hernieder.

Wir sind Dir ja geweiht.
Wir singen die alten, vertrauten Lieder.
O, segne doch unsere Zeit.


Schau Mutter, auf die, die mit uns leben.

Sie haben den Weg verloren.
Nach Geld und Gut sie nur noch streben,
diese armen, schwachen Toren.


Madonna, breit Deine Arme aus.

Wir legen sie Dir ans Herz,
dass sie finden einmal nach Haus
zum gütigen Mutterherz.

  

 

 

Muttergottes


Die Jugend stand im Sonnenschein.
Es spielten selige Lieder hinein.
Vor der Madonna aus tiefstem Herzen
blühten die Blumen, brannten die Kerzen.

Ave Maria!

Die schöne Jugend ist lange entschwunden.
Das Leben rauschte im breiten Strom.
Doch immer hab' ich zur Mutter gefunden,
im kleinsten Kirchen, im großen Dom.

Ave Maria!

Dort sang ich die Lieder aus Jugendtagen,
und das Herz wurde vor Sehnsucht so weit.
Alles konnt' ich der Mutter sagen.
Sie ist ja groß an Barmherzigkeit.

Ave Maria!

Wenn die Todesstunde mich bangend umweht,
ruf ich zur Mutter, schau nach ihr aus.
Jesus Maria! Sei mein letztes Gebet.
Mutter, o Mutter, bring mich nach Haus!

Ave Maria!

 

      

 

Liebe Mutter Gottes



In der Jugend sang ich Dir die schönsten Lieder,
und manches habe ich Dir selbst geschrieben.
Zu Deinem Bild zog es mich immer wieder.
Ich musste Dich, o Mutter, einfach lieben.


Ich brachte Dir die schönsten Blumenkinder
und zündete so oft die Kerze an.
So kniete ich--- ein so armseliger Sünder.
Du hörtest meine Bitten gütig an.


In all den schweren Stunden meines Lebens,
wie spürte ich die gute Mutterhand.
Nie hab' gebeten ich bei Dir vergebens.
In jedem Leid ich Trost und Hilfe fand.

Ave Maria! Sieh, mein Herz schlägt Dir entgegen
mit einem Gruß, sing ich Dir heut' mein Lied.
O, gib mir immer Deinen Muttersegen,
wenn Sturm und Kampf durch meine Seele zieht!




 


 

Mutter Maria



Mutter Maria, Du Hohe und Große.
Nun birgst Du das Kindlein in Deinem Schoße.
In dieser hochheiligen, seligen Nacht
hast Du uns das Wunder der Liebe gebracht.


Mutter Maria, Du unbefleckt Reine,
wir knien im milden Kerzenscheine
vor der Krippe vorm lieben Jesuskind,
durch das wir sind.


Mutter Maria, Du Königin der Liebe,
schenk uns den Frieden im Weltgetriebe.
Lass durch die Liebe des Kindleins auf Erden
alle Menschen friedvoll werden.




 

 

Blumen bracht ich Dir



Blumen bracht' ich Dir in meinen Jugendtagen,
schmückte kindlich froh Dein liebes Bild.
Alles konnt' ich Dir, o Mutter, sagen,
und Du lächeltest verstehend, mild.


Ach, die schöne Jugend ist entschwunden.
Und das Leben brachte mir viel Leid.
Gern denk ich zurück noch an die Stunden,
die ich Dir, o Mutter, hab' geweiht.


Sturm und Kampf, ein Suchen und ein Ringen,
eines Lebens Fallen und Aufstehn-
Wollte mir auch gar nichts mehr gelingen,
sahst Du mich vor Deinem Bilde stehn.


Blumen bracht' ich Dir in meinen Jugendtagen.

Schnell verging die Zeit, rasch wie der Wind.
Und im  Herbst des Lebens darf ich Dir nur sagen:
Immer warst Du Mutter mir, und ich Dein Kind!


 

 

  

Marienkönigin



Das Glöcklein rief zur Maiandacht.
Ich lauschte seinem Klang.
Der Mai mit seiner Blütenpracht
von Lenz und Frühling sang.


Schnell eilt ich zu der Mutter hin,
knie vor des Altars Stufen.
so fröhlich ist mein Herz und Sinn.
Die Mutter hat gerufen.


O, Marienkönigin, so schön
ist auch Dein Bild geschmückt.
Und immer muss ich Dich ansehn.
So tief bin ich beglückt.


All meine Not und meinen Schmerz
leg ich zu Deinen Füßen.
O, lindere ihn, Du Mutterherz,
lass Dich in Liebe grüßen.


Einmal ertönt des Glöckleins Klang.
Das Leben ist zu Ende.
Wenn es mir wird einsam und bang
reich mir die Mutterhände.


Geleite mich zur Heimat hin.
Breit' Deinen Mantel aus.
Wenn ich auch so armselig bin.
Dein Kind will doch nach Haus.