Gelebter Glauben


 


Gottessuche


Wenn Du GOTT suchst,

Dann musst Du zu den Menschen gehn,

in ein sorgenvolles Antlitz sehen.

In Augen schauen, die von Tränen blind,

heimliche Wunden streicheln zart und lind.

 

Wenn Dir ein Mensch begegnet, denke nach:

vielleicht bist Du der Helfer für den Tag.

Gib ihm Dein' Gruß, und wünsch' ihm Gottes Segen.

Dann schreite weiter still auf Deinen Wegen.

 

Wenn Du GOTT suchst, so hast Du ihn gesehn

bei diesen armen Leidbeladenen stehn,

denn die sich einsam und verlassen wohnen,

tragen zu GOTT ein unbewusstes Sehnen.

 

Du suchtest GOTT? Du hast ihn schon gefunden.

Durch Deine Liebe bist Du ihm verbunden.

Wo einer trägt des Bruders harte Last,

ist doch der Herrgott selbst heimlich zu Gast!

 

 

 

Dank an Gott


Ich komme aus einer Welt voll Lärm und Hast.

Du ludst mich ein als lieber Gast.

Mein Blick ist traurig, das Herz ist mir schwer.

So komm ich zu Dir, mein GOTT und mein HERR.

 

Immer wieder schau ich zum kleinen Schrein.

Welch eine Liebe schließt es doch ein.

Viel lastet auf der gequälten Seele.

Mein Leid, meine Schuld, meine ganze Fehle.

 

Du siehst meine Not, Du hörst mein Flehn.

Du lässt mich nicht mutlos wieder gehn.

In Deinem heiligen Bußsakramente,

verzeihst und vergibst Du durch Priesterhände.

 

Welch eine Gnade! Durch Gotteswort,

nimmst Du die größte Dunkelheit fort.

Nie können wir Dir genug Dank sagen.

Immer wieder wollen aufs Neue wir's wagen

 

und auf Deine große Barmherzigkeit bauen.

Wir sind so armselig, doch voller Vertrauen.

Und alles wandelt sich um zum Segen.

Du gibst uns die Kraft für das schwere Leben!

 

 



Danke Gott


Mein Gott, ich sage Dir tausendmal Dank

für das Gute in meinem Leben!

Du gibst mir täglich Speise und Trank

und Nahrung für's  göttliche Leben.

 

Und ich knie vor Dir, dem Zöllner gleich

mit niedergeschlagenen Augen,

und Du hebst mich empor und machst mich so reich

durch die Kraft unseres heiligen Glaubens.

 

Wem einmal getroffen Dein göttlicher Blick

kommt nie mehr von Dir los.

Er sehnt sich immer nach Dir zurück

und denkt an den Herrgott bloß.

So hältst Du mich fest in Deinen Armen.

Vater im Himmel!  Hab mit mir Erbarmen!

 

 

 

Gott


Mit Worten kann ich niemals Dich erfassen.

Du bist o, GOTT! Ich spüre Deine Nähe.

Und hätten alle Menschen mich verlassen,

wenn ich nur immer Deine Liebe sehe!

 

Oft bin ich mutlos, traurig und zerschlagen,

dann komm, und reiche hilfreich mir die Hand.

Hab ich Dir nicht gedient in guten Tagen

und Deinen heiligen Namen froh bekannt?

 

Ich suche Dich und fliehe doch, Du folgst mir.

Hab' ich nicht immer wieder Dich verraten?

Sieh, meine Seele weint, das Herz ist schwer

und träumte doch dereinst von großen Taten.

 

So groß bist Du, o GOTT und ich so arm und klein.

Nichts kann ich HERR, wenn Du nicht gibst die Kraft.

O, lass Dein allerärmstes Kind mich sein.

Hab' Dank, dass Du mich noch ertragen hast!

 

 

 
 Gott allein genügt


Immer wieder muss ich sagen:

Lieber GOTT, wie bist Du gut.

Hast in manchen dunklen Tagen

mir gegeben Kraft und Mut.

 

Was mich hat an Leid getroffen,

ach, es war schon oft recht schwer.

Doch verlor ich nie das Hoffen,

immer glaube ich, o HERR.

 

Viele Menschen, die ich liebte,

sie enttäuschten mich so tief.

Wenn ich Dich auch oft betrübte,

meine Seele nach Dir rief.

 

Immer wieder muss ich sagen:

Du allein, mein GOTT genügt.

Was Du auch mir gabst zu tragen,

liebend hast Du's recht gefügt.

 

 

 


Vertrauen auf Gott


In meiner Tage Schaffen, in der Hetze unserer Zeit

war oft das Herz so ausgebrannt und leer,

und eine schleichend tiefe Müdigkeit

ließ mir die Kraft nicht mal zum Beten mehr.

 

Unruhig schwirrten die Gedanken fort

und lahmten meine schon so schwachen Glieder.

Voll Sehnsucht wünscht' ich mich zu einem Ort,

wo ich könnt' singen frohe, lustige Lieder.

 

Wenn Du, o GOTT, ein kleines Licht mir sendest,

ein winziger Strahl aus Deinem Gnadenstrom,

mit einem Trost, das Dunkle in mir wendest,

ist was mich quälte bald vergessen schon.

 

So, wie ein Kind, will ich stets vor Dir sein--

vor Dir, der kennt mein menschliches Versagen.

Fühl' ich mich oft so hilflos, arm und klein,

vertrauensvoll will ich's  dem Vater sagen!

 

 

 Danke lieber Gott


Oft am Tage muss ich sagen:

Lieber GOTT, wie bist Du gut.

Hast in manchen dunklen Tagen

mir gegeben Kraft und Mut.

 

Was mich hat an Leid getroffen,

ach, es war schon oft recht schwer.

Doch verlor ich nie das Hoffen.

Immer glaubte ich, o, HERR.

 

Viele Menschen, die ich liebte,

sie enttäuschten mich so tief.

Wenn ich Dich auch oft betrübte,

meine Seele nach Dir rief.

 

Konnte ich oft nicht begreifen,

schaut' ich voll Vertrauen zu Dir.

Musste Dir entgegen reifen,

Deine Gnade gabst Du mir.

 

Immer wieder muss ich sagen:

Du allein, o GOTT genügst.

Was Du mir auch gibst zu tragen,

liebend hast Du's recht gefügt!  

 

 

 

 

Gottesliebe


Und immer mehr soll GOTT mein Streben werden,

je mehr die andern sich von ihm entfernen.

Wenn uns erfasst die Sehnsucht hier auf Erden,

zwingt uns der Blick auf zu des Himmels Sternen.

 

Mein ganzes Wesen und mein armes Tun

sind tief versenkt in der Gedanken Kreise

und möchten dort am Herzen Gottes ruhn,

aufschwingen sich wie eine Wunderweise.

 

Vertrauensvoll, wie Kinder sind,

wenn sie beim Vater fühlen sich geborgen,

so möcht' ich sein ein gläubig frohes Kind,

das liebend bringt Dir seine Lebenssorgen.

 

Nur eine Stunde vor dem heiligen Sakrament,

in Deiner Nähe bringt mir Kraft und Mut.

Das Lichtlein, das am Tabernakel brennt,

entzündet oft in mir die große Glut.

 

Und alle Schätze in der weiten Welt

tausch' ich nicht ein für dieses Seelenglück.

Wer einmal GOTT gefunden und erwählt,

sah schon vom Paradies ein kleines Stück!

 

 

 

 

 

Gottvertrauen


Mein Leben wird von Anfang an von GOTT bestimmt,

gelegt in gütige Schöpferhände.

Ich folge ihm vertrauend wie ein Kind.

Er führt mich gut bis an mein Lebensende.

 

Sind's  Tiefen und nur wenig lichte Höhen,

muss einsam ich durch dieses Leben schreiten.

Lass mutig mich zu Deinem Lichte sehn,

den Blick gerichtet in des Himmels Weiten.

 

So viele Menschen werden mir begegnen.

Sind's  Böse, Gute?, HERR, ich weiß es nicht.

O, mögest Du sie alle liebend segnen

mit einem Strahl aus Deinem Gnadenlicht.

 

Voll Dankbarkeit will ich stets daran denken,

wie reich Du teilest Deine Gaben aus.

Ein Vater, der die Kinder will beschenken,

dass sie sich sehnen nach dem ewigen Vaterhaus.