Gelebter Glauben


 

 

Osterfest


Geht einer durch die Welt in unseren Tagen

durch unsere Straßen, voller Lärm und Hast.
Schaut auf die Unruh' und das eilige Jagen
und wird von großer Traurigkeit erfasst.


Am Wege sieht er soviel Leid und Schmerz,
Lieblosigkeit und tiefe Bitterkeit.
Was birgt nicht alles so ein Menschenherz
in dieser kalten, materiellen Zeit.


Die Liebe schweigt. Ist sie denn ganz verbannt?
Verdrängt vom Jagen nach dem irdischen Gewinn?
Wo ist die weise, gütige Vaterhand,
die sicher fährt zum ewigen Ziel uns hin?


Geht einer durch die Welt in unseren Tagen
und schaut uns an mit einem ernsten Blick,
auf unser armes, menschliches Versagen,
das Ringen nach dem bisschen Erdenglück!

 

 

 

 Der Weg zum Kreuz


Sie brachten Dich bis nach Golgatha.
Das Kreuz steht auf dem Hügel schon bereit.
Ich schreite mit und bin in Liebe Dir ganz nah.
Erlebe mit Dein qualvoll, bitteres Leid.


Am Ölberg schon die Passion begann,
wo Du einsam und verlassen ringst mit Gott.
Wasser und Blut aus Deinem hl. Antlitz rann.
Hat je ein Mensch erlebt so bittere Not?


Gegeißelt und verhöhnt mit einer Dornenkron,
still und geduldig schaust Du auf die Menge.
Du bist wahrhaftig Gottes eigner Sohn.
Wie schmerzen Dich die wilden Hassgesänge.


Du trägst das Kreuz, vom Pöbel angeschrien
und schweigst, wie Liebe doch nur schweigen kann.
Am liebsten möcht' ich vor Dir nieder knien.
Voll Scham und Reue --- großer Schmerzensmann.


Auf Golgatha wird sich das Wort erfüllen.
Die Henkersknechte stehen schon bereit,
wo Du nach Gottes heiligem Vater Willen
erleben sollst das bittere Todesleid.


Sie haben Dich an dieses Kreuz geschlagen.
O, Erde, ist denn nirgendwo mehr Ruh?
Sie kreuzigen Dich auch in unseren Tagen.
Die Hammerschläge dröhnen immerzu.


O Herr, in Ehrfurcht will ich tief mich beugen
vor Dir, der Du Dein Leben für mich gibst.
Vor Erd' und Himmel will ich es bezeugen,
dass ich noch niemals Dich so heiß geliebt.

 
 

 
 

Die schweren Stunden



Nun atmet unsere Seele wieder Stille
in diesen heiligen, ernsten Tagen,
wo nach des Vaters heiligem Willen,
der Heiland muss das schwere Kreuz nun tragen.


Mein Sinn ist traurig und das Herz so schwer.
Die Ölbergstunden, sie sind schon in Sicht,
wo Du verlassen, einsam ringst, o, Herr,
und Deine Jünger schlafend --- sehn es nicht.


Der Weg beginnt, Du hast Dein "Ja" gesagt
und schreitest schon zu Deinen Stationen.
Schweigend, geduldig, nie hast Du geklagt.
Die Engel weinen in des Himmels Zonen.


Du trägst Dein Kreuz durch diese Menschenmenge,
die Dir mit allem ihrem Hass begegnen.
Du hörst erstaunt die wilden Hassgesänge
und wolltest doch nur lieben und sie segnen.


Ans Kreuz mit ihm! Hinauf nach Golgatha,
ertönt in unsern Ohren dieser Ruf.
O, liebster Gott, Du bist wahrhaftig da.
Du, der die Erde und den Himmel schuf.


Sie haben Dich an jenes Kreuz geschlagen,
die Welt mit ihrem Hass gibt keine Ruh.
Sie schlagen Dich ans Kreuz in unseren Tagen,
die Henkerschläge dröhnen immerzu.


Nur Gott, die Liebe, kann dazu noch schweigen
und auch dem größten Feinde noch verzeihen.
Vor dieser Größe muss ich tief mich neigen.
Herr, lehre mich doch auch barmherzig sein!


 

 

 
 

Passion



War es nicht Christus selbst, der zu uns sprach
in einer Stunde heiligem Erleben?
Der Schmerzensmann, der dort am Kreuze starb,
damit wir armen Sünder sollen leben.


Die Dornenkrone auf dem heiligen Haupt
lag um die Stirne, wie ein Diadem.
Wo ist der Mensch, der da nicht glaubt?
Wer kann an diesem Schmerz vorüber gehn?


Mit dieser Krone nahmst Du jedes Leid
und jede Qual aus armen Menschenseelen.
Du gingst voran, den Weg zur Ewigkeit,
damit wir nicht das hohe Ziel verfehlen.


Das Kreuz, O Herr, wie schwer war doch die Last ---
Dass Du ein Gott, brachst auch danieder.
Und wir, in unserm Alltagskampf und Hast
vergessen diese Liebe immer wieder.

Und doch gibt's keinen Mittelweg, kein Schwanken.
Wir wollen stehn bei Deinen Jüngerscharen.
Bei Dir am Kreuz, mit allen Trostgedanken,
nicht an der Seite derer, die Dir Widersacher waren.


War es nicht Christus selbst?, von Menschen dargestellt,
so tief und wahr - wie wir auch an ihn glauben.
In dieser kalten, liebelosen Welt
soll nichts, die Liebe uns an Christus rauben.



 

 
 

Das Kreuz


Lass Dich o HERR, doch auf dem Weg begleiten,
damit Du nicht allein und einsam bist.
Dein Heilandsblick geht nun in ferne Weiten
bis zu dem Kreuz, das schon bereitet ist.



Auch Deine Jünger sind mit Dir geschritten.
Doch schliefen sie als Deine Qual begann,
als Du das größte Seelenheil durchlitten,
das wohl ein Mensch niemals ermessen kann.



Doch war dies erst der Anfang aller Leiden,
die Du Dir selber auferleget hast.
Lass mich ein Stück des Weges Dich begleiten,
gib mir ein' Teil von Deiner Kreuzeslast.



Bald hör' ich schon des Volkes Spott und Hohn
und ihren Hass, der mir so wehe tut.
Geduldig schweigt dazu der Gottessohn.
Wer ist wie Du, o Herr so liebend gut?


Bis zu dem Kreuz, Herr, will ich mit Dir gehn.
Wenn auch die Hammerschläge noch so dröhnen
und mir das Herz vor Leid will stille stehn,
soll meine Liebe Deinen Schmerz versöhnen.


 




Die Kreuzigung


Nun richtet Euren Blick zum Kreuz hinauf,
das unser aller Los auf Erden ist,
und flieht dem Lärm, der Hast des Weltenlauf.
Geht mit dem Heiland seinen Kreuzweg mit.



Schau schweigend auf den großen Schmerzensmann.
O, weine Seele, neig' Dein Angesicht
und lausche, lausche auf die Worte dann,
die letzten, die der Herr am Kreuze spricht.



Im Kreuz ist Heil, im Kreuz liegt auch Dein Segen.
Trag's mit Geduld in stiller, heiliger Pflicht.
Kreuzträger gibt's auf allen Deinen Wegen.
Schuldlos trug's Gott für mich und auch für Dich!

 

 


 

Kraft durch das Kreuz



Wie oft war ich schon mutlos und betrübt.
Es fehlte mir die Kraft für's  schwere Leben.
Ich habe Dich wohl nicht genug geliebt,
dass meine Seele sich nicht konnt' erheben.



Ich fragte Dich in einer ernsten Stunde:
Was muss ich tun, um einst zu Dir zu kommen?
Gib mir ein Zeichen, eine kleine Kunde.
Ist es das Beten, wie es tun die Frommen?



Da stand das Kreuz vor meiner müden Seele.
Dies ist der Schlüssel zu dem Himmelreich.
Damit ich nicht das große Ziel verfehle,
gabst Du mir eins, so groß und schwer und reich!



Und alle Schätze sind im Kreuz zu finden.
Erfasse es, und lass es nicht mehr los.
Es läutert Dich von allen Deinen Sünden.
Der Lohn für Treue ist unendlich groß.


 


 

Und Jesus schwieg


Wenn Du von Feinden rings umgeben,
einsam verkannt durch's  Leben gehst
und möchtest Dich zum Widerspruch erheben,
so denk daran, wo immer Du auch stehst:


Und Jesus schwieg!

Sind Deine Nächte dunkel voller Schmerz,
dass aufstöhnst Du in bitterer Seelennot.
Denk an des Heilands großes Dulderherz,
was er gelitten bis zum bitteren Tod:


Und Jesus schwieg!

O, großer Meister, lern auch uns das Schweigen.
Lass uns in Deiner Liebe immer ruhn,
dass wir uns im Vergeben gütig zeigen,
wenn manche Menschen uns so wehe tun:


Und Jesus schwieg!


 



 

Der schwere Weg



Nun richtet Euren Blick zum Kreuz hinauf,
das unser aller Los auf Erden ist,
und flieht dem Lärm, der Hast des Weltenlauf.
Geht mit dem Heiland seinen Kreuzweg mit.


Schau schweigend auf den großen Schmerzensmann.
O, weine Seele, neig' Dein Angesicht
und lausche, lausche auf die Worte dann,
die letzten, die der Herr am Kreuze spricht.


Im Kreuz ist Heil, im Kreuz liegt auch Dein Segen.
Trag's mit Geduld in stiller, heiliger Pflicht.
Kreuzträger gibt's auf allen Deinen Wegen.
Schuldlos trug's Gott für mich und auch für Dich!



 


 

Das Kreuz


Wie oft war ich schon mutlos und betrübt.

Es fehlte mir die Kraft für's  schwere Leben.
Ich habe Dich wohl nicht genug geliebt,
dass meine Seele sich nicht konnt' erheben.


Ich fragte Dich in einer ernsten Stunde:
Was muss ich tun, um einst zu Dir zu kommen?
Gib mir ein Zeichen, eine kleine Kunde.
Ist es das Beten, wie es tun die Frommen?


Da stand das Kreuz vor meiner müden Seele.
Dies ist der Schlüssel zu dem Himmelreich.
Damit ich nicht das große Ziel verfehle,
gabst Du mir eins, so groß und schwer und reich!

Und alle Schätze sind im Kreuz zu finden.
Erfasse es, und lass es nicht mehr los.
Es läutert Dich von allen Deinen Sünden.
Der Lohn für Treue ist unendlich groß.

 

 

 

Christus König


Ich kenne einen König, der hat ein Königreich.
Dort herrschet er mit Liebe und ist an Güte reich.
Und viele Menschen folgten schon seinem großen Ruf.
Was ist das für ein König, der so ein Reich sich schuf?


Ich kenne einen König, der hat ein weites Land
und mancher müde Wanderer bei ihm die Heimat fand.
Und alle, die ihm dienen sind Kämpfer und Soldat.
Sie holen sich beim König den Mut zur guten Tat.


Ich liebe diesen König, denn er hat große Macht.
Er führt, die an ihn glauben aus Angst und dunkler Nacht.
Wir können ihm vertrauen, er ist ein starker Held,
denn es ist Christus König! Herrscher der ganzen Welt!