Gelebter Glauben


 

 

Ist noch Lieb in Dir


Ist noch ein Rest von Lieb in Dir

O, geize nicht und gib ihn her.
Die kalte, menschenvolle Welt
Ist ja an Liebe gar so leer.

 

Auf Märkten biete sie nicht feil
Und in Paläste trag sie nicht,
Doch tritt auf Deinen Lebensweg
Ein still verhärmtes Angesicht,

 

So sprich: Bedarfst Du meines Öls,
Zeig Deine Wunde, hier mein Krug.
Und in der Herberg pfleg ich Dein.
Wenn diese Gabe nicht genug.

 

Und was Dein Krüglein noch enthält
An Liebe, gieß es nicht ins Meer;
Die kalte menschenvolle Welt
Ist ja an Liebe gar so leer.

 

 

   

 

Liebe

Lass Dir die Liebe nicht durch Hass zerschlagen,
der Dir auf allen Wegen heut' begegnet.
Wie eine Fackel sollst Du in die Welt sie tragen,
dass sie erhellt und jeden Menschen segnet.

 

Sie überwindet allen Hass, die größte Bitterkeit,
neigt gütig sich zu still verborgenen Wunden.
In dieser kalten, ach so liebeloser Zeit
ist sie ein Trost in dunklen Lebensstunden.

 

Die Liebe ist die größte aller Gaben.
Wer sie besitzt, ist wenn auch arm --  so reich.
Hat schon einen Strahl von Gottes Lieb empfangen,
ein Glanz aus Gottes großer Ewigkeit!

 

 

 

 

Des Lebens heiligste Gabe


Und immer wieder auf's neu will ich es wagen,

die Liebe zu den Menschen hinzutragen,
die ich vom Herrgott empfangen habe,
als des Lebens heiligste Gabe.

 

Wenn sie anzündet die Opferkerzen
lodert und brennt sie im Menschenherzen.
Sie lächelt, wenn lieblos sie wird zertreten
und faltet die Hände zum Segnen und Beten.

 

Dann strahlt sie weiter ihre Wärme aus,
dass jeder findet den Weg nach Haus.
Sie ist nicht an einen Ort gebunden.
Schon viele haben sie gesucht und gefunden.


Die Liebe, die GOTT mir ins Herz gegeben.

Für Dich und für mich: Zum Weitergeben!

 

 

   

 

Hingabe



G
anz ohne Frage will ich mich ergeben,
wortlos nur wachsen in der Liebe ein.
O, wandle meine Schwächen um zu Segen.
Lass mich ein Licht, ein Trost für andere sein.

 

Die Liebe ist die Heilung für die Welt,
für diese Zeit, die arm an Gnade ist.
Wenn Christus Du in ihre Mitte stellst,
bist Du ein guter und ein echter Christ.


Wer um die Liebe kämpft, wird niemals unterliegen.
Er spürt die Not trotz allem Glanz und Schein.
Die grüßte Bitterkeit wird er besiegen.
Die Liebe wird und muss doch Siegerin sein!

 

 

   

Dienende Liebe


Dienende Liebe im Ordenskleid,
was willst Du in unserer lärmenden Zeit?
In dieser Zeit des Hastens und Jagen
willst Du uns sagen:


Ich will pflegen die armen Kranken
und meinem Schöpfer täglich dafür danken,
weil ich Christus in den Menschen liebe.
O, dass GOTT immer in mir bliebe.


Die heiligen Ströme, die mich umwehten,
lehrten mich beten:
Lass mich sie lieben die Ärmsten der Armen
mit großem Erbarmen.

Dass ich auf allen meinen Wegen
werde zum Segen!
Was will die dienende Liebe in unserer Zeit?
Christus lieben in alle Ewigkeit!

 

 

   

 

 Die Liebe ist tot


Geht einer durch die Welt in unsern Tagen,

er trägt ein Kreuz, das drückt unendlich schwer.
Und immer hört er nur die Menschen klagen,
die Liebe ist tot -  Wir finden sie nicht mehr.

 

Der Hass regiert, er feiert Siegesfeste,
gröhlend jauchzt ihm die rohe Menge zu.
Erstickt im Menschentum das Allerbeste,
deckt manches wunde Herz mit Neid und Zwietracht zu.

 

Die Liebe schweigt - ist sie denn ganz verbannt
und ausgedörrt in dieser kalten Zeit?
Wo Not und Elend herrscht im ganzen Land
sind auch die Herzen reif für Hass und Bitterkeit.

 

Und doch geht einer durch die Welt in diesen Tagen,
neigt sich zu allen Leidbeladenen hin.
Er schleppt das Kreuz und kann es kaum noch tragen,
hält es der Menschheit stumm zum Troste hin.

 

Ich bin die Liebe, spricht sein ernster Blick,
mit dieser will ich all den Hass bezwingen.
denn mich erbarmt das Volk, ihr Leid, ihr Missgeschick.
Noch einmal will ich ihnen Hilfe bringen.

 

In ärmster Hütte wo der Hass gesät,
sollst Du in meinem Namen Liebe künden.
Wo diese herrscht von reiner Luft durchweht,
wird die gequälte Menschheit endlich Frieden finden.

 

 

   

 

 

Tätige Nächstenliebe


Nicht nur die Hände falten zum Gebet.
Ganz fest musst Du im heutigen Leben stehn.
Wer immer bittend zu dem Vater geht,
kann doch den Bruder dann nicht übersehn.

 

Klar sehend, musst Du öffnen Deine Augen
und auch dein kleines, enges Christensein.
Wenn Du mit ganzer Seel' an GOTT willst glauben,
dann muss die Liebe doch das Größte sein.

 

Sprich nicht so viel von anderer Menschen Schuld.
Ein jeder Weg geht doch nach Gottes Plan.
Hab' mit dem Nächsten doch etwas Geduld
und sieh nicht immer seine Fehler an.

 

Das ist es, was uns fehlt in unserer Zeit.
Menschen, die in dem Nächsten GOTT bekennen,
die ihre Herzen öffnen groß und weit---
Nur eines wollen ---- Ganz in Liebe brennen.