Gelebter Glauben


 

 

Wallfahrt nach Lourdes

 
Wir kommen, o Mutter unseres Herrn,
um Dich zu ehren und zu grüßen!
Wir kommen so müde aus weiter Fern,
um zu knien bei der Grotte zu Deinen Füßen.


Wir sprechen die Sprache aus unserem Land,
und doch wirst Du uns alle verstehn.
Unsere Herzen sind Dir zugewandt,
wenn wir danken, bitten und zu Dir flehn.


Du kennst uns ja alle, wir sind Deine Kinder.
Wie kann eine Mutter ihr Kind übersehn?
Wir wissen, wir sind armselige Sünder.
Darum müssen wir zu der Mutter gehn.


Schon einmal kamst Du vom Himmelszelt
herab auf unsere arme Erde.
Eine von vielen war auserwühlt,
aus Deines Sohnes Schar und Herde!


Und wieder wird Deine Bitte erfüllt.
Wallfahrer sollen an die Stätte eilen,
um Dich zu ehren, o Jungfrau mild.
Betend und opfernd in Lourdes zu weilen.


Durch Maria zu Jesus! Wir wissen schon,
dass Du, o Mutter an Gnaden so reich
und bei Deinem lieben Sohn,
alles für uns, arme Menschen, erreichst!


Nimm unsern Dank, unsere Liebe hin.
Sieh, diese Perlen in unserer Hand
grüßen Dich--- Rosenkranzkönigin---

 

 

Mit vielen Pilgern


Mit vielen Pilgern zog ich aus der Heimat fort
nach Lourdes zu dem größten Wallfahrtsort,
um an der Grotte zu des Felsens Füßen,
Maria, unsere Mutter, zu begrüßen.


Im milden Schrein die vielen Kerzen brannten,
betende Hände, die um Deine Hilfe bitten,
und alle, die in Not sich zu Dir wandten,
sie wissen es, wie sehr Du selbst gelitten.


Durch unsere Hände gleitet still der Rosenkranz.
Gegrüßet seist Du Mutter, voll der Gnaden.
Du stehst vor uns in Deinem Strahlenglanz.
O, segne uns auf unseren Lebenspfaden.


Schon einmal kniete ich hier vor vielen Jahren
mit einem sorgenvollen, leidbeladenen Herzen.
Ich durfte Deine Hilfe selbst erfahren.
Du bist ja selbst die Mutter voller Schmerzen.


Ich danke Dir, dass Du mich hast erhört
und mich erlöst von meinem inneren Bangen.
Viel Trost und Gnade hast Du dem beschert,
um den ich bat --- er ist gut heimgegangen.


Nicht jede Bitte wirst Du uns erfüllen.
Das letzte Wort spricht immer GOTT, der HERR.
Alles geschieht nach seinem heiligen Willen.
Wir beugen uns und ist's  auch noch so schwer.


Kommt einst für mich die letzte Lebensnot
und meine Pilgerschaft ist dann zu Ende,
dann führ' mich heim zu meinem HERRN und GOTT
und reich' mir Deine gütigen Mutterhände!

 

  

 

 Gnadentage


Zu Deinen Füßen vor dem heiligen Sakrament
waren wir versammelt, HERR, in Deinem Namen.
Unser Mund, der Dich so froh bekennt
sang Dir "das Credo" und die Englein:" Amen."


Ein Blick ins schöne, ewige Paradies
hast Du in Deiner Gnade uns geschenkt.
Ein winziger Strahl, der uns erahnen ließ,
wie Deine Liebe an uns Menschen denkt.


O, heiliges Sakrament, Brot unseres Erdenlebens,
komm, labe uns, dass wir den Hunger stillen.
Du sättigst alle HERR, und keiner kommt vergebens,
der Dir voll Demut naht nach Deinem heiligen Willen.

Mein ganzes Wesen jubelt Dir, mein GOTT, entgegen,
und meine Seele hält noch immer bei Dir Rast.
So viele Gnaden hast Du mir gegeben,
mein ganzes Denken ist von Dir erfasst.


All Deine große Liebe will ich weiter tragen
in alle Welt, die keine Grenzen kennt.
Ein helles Licht in unsern dunklen Tagen:
Das wunderbare, heilige Sakrament.

 

 

Zur Muttergottesgrotte


Die Glocken erklangen hell und klar,
als wir zogen in Lourdes ein.
Aus weiter Fern' kam die Pilgerschar,
um zu knien vor dem Gnadenschrein.


Die Herzen waren Dir zugewandt,
als wir singend Dich begrüßten.
Du warst uns allen vertraut, bekannt,
und wir knieten zu Deinen Füßen.


Maria, Du Reinste, voller Liebe und Trost,
vergiss nicht uns arme Sünder.
Hart drückt uns oft das Erdenlos.
Bitte für Deine Kinder.


Das "Salve Regina" erschallt nun vom Chor.
Die Mönche singen Dir den Gruß.
Wie Engelsgesang ertönt's an mein Ohr,
dass immer ich lauschen muss.


So jubelnd und voller Innigkeit
sang ich in der Jugend das Lied.
Wie liegt nun alles so fern und weit,
wie rasch doch die Zeit entflieht.


Das Leben rauschte und Sturm und Wind
zerrten an Saat und Blüten.
Dann eilte zu Dir Dein erschrecktes Kind.
Ich wusste, Du wirst es behüten.


Nun naht der Abend, mir ist oft so bang,
denk ich an die leeren Hände.
ich liebte Dich, Mutter, mein Leben lang.
Trost mir im Alter sende!


Und läutet das Glöcklein zur letzten Stund',
breit dann Deine Arme aus.
Ave Maria, flüstert mein Mund.
Mutter, bring mich nach Haus.

 

 

 

Pilgerlied


Wir pilgern zur Mutter auf lieblicher Au
und grüßen von Herzen Dich, himmlische Frau.
Ave Maria, Ave Maria.


Du forderst hier Buße und frommes Gebet,
zumal vor dem Abgrund die Menschheit jetzt steht.
Ave Maria, Ave Maria.


Wir folgen dem Rufe der Mutter so gern,
sie ist vor dem Unheil der rettende Stern.
Ave Maria, Ave Maria.

Hilf beten und sühnen zum Heile der Welt,
dass keins deiner Kinder der Hölle verfällt.
Ave Maria, Ave Maria.


O, Jungfrau und Mutter, wer käme Dir gleich?
Durch Dich stieg hernieder das himmlische Reich.
Ave Maria, Ave Maria.


Du streust uns viel Gnaden gleich Rosen dahin.
Drum lasst uns vertrauend zur Königin ziehn.
Ave Maria, Ave Maria.


Wir danken der Mutter, wir danken dem Kind,
vereinigt mit ihnen ganz glücklich wir sind.
Ave Maria, Ave Maria.


Wir möchten ein Leben der Demut euch weihn.
Gott segne den Willen und halte uns klein.
Ave Maria, Ave Maria.


Dann steigen wir gläubig auf himmlische Höhn
und werden für immer die Königin sehn.
Ave Maria, Ave Maria.