Gelebter Glauben


 

 

 


 

Weihnachtsstille



Nun muss es stille werden.
Der Lärm muss schweigen,
und all das jagenvolle Treiben.
Es wird Weihnacht auf Erden.

Schon läuten die Glocken zur heiligen Nacht.
Die Engel stehen vor des Himmels Toren.
Eine Mutter im kalten Stalle wacht.
Heut ist uns der Heiland der Welt geboren.


Nicht im Palast voller Glanz und Pracht,
wie es wär' eines Königskindes Sitte.
Das Kindlein uns lieblich entgegen lacht
in der kleinsten, allerärmsten Hütte.


Lauscht auf die Botschaft des Engels des Herrn,
dass sie recht tief in die Seele dringt.
Kommt alle zur Krippe von nah und von fern.
Der Engel den Friedensgruß uns bringt.


Gott gab uns vom Himmel ein sichtbares Zeichen,
dass die Liebe soll all den Hass übertönen.
Mög' des Engels Gruß alle erreichen.
Gott kam zur Erde, uns zu versöhnen.


Ehre sei Gott und Frieden auf Erden.
Alle Menschen sollen heute gesegnet sein.
Freude soll allen Menschen werden
durch die Liebe des kleinen JESULEIN.


 

 

 Heilige Nacht

 

Einmal musst Du doch kommen
in dieser so rastlosen Zeit.
Wir haben die Botschaft des Engels vernommen
und machten Dir schon den Weg bereit.


Wir sind so müde vom langen Wandern.
Der Lärm macht uns alle so friedlos und leer,
so dass wir sehen oft nicht die andern,
die mit uns gehen und leiden so sehr.


Aber die Sehnsucht, dass Gott mög' uns segnen,
sie schlummert in uns und ist oft so groß.
Denn einmal werden wir Gott begegnen
und Antwort erhalten. Das ist unser Trost.


Nun läuten die Glocken zur heiligen Nacht.
Die Sterne leuchten am Himmelszelt.
Wir schauen in diese herrliche Pracht.
Das Kind kommt zu uns in der kalten Nacht!


 

                       

 

Einmal im Jahr

 

Einmal im Jahr, da schweigt das Leid,
werden still die Alltagssorgen.
Einmal darf jeder in rastloser Zeit
fühlen, wie ein Kind sich geborgen.


Einmal steht still das Riesenrad,
ratternde Wirtschaftsgetriebe.
Einmal im Jahr gedeiht die Saat
helfender Nächstenliebe.


Einmal im Jahr strebt jeder heim
mit frohem Geberschritte.
Einmal klingt seliger Kinderreim
auch in der ärmsten Hütte.


Einmal pocht Liebe im Armutskleid
bittend an alle Türen.
Einmal im Jahr darf Menschlichkeit
über den Hass triumphieren.


Einmal im Jahr um die Weihnachtszeit
verkündet der Engel den Frieden.
Lauschet der Botschaft, o seid bereit.
So wird Euch Freude beschieden


  

 

 

  Weihnachtszauber 



Nun sind die Weihnachtstage still verklungen.
In uns ist noch das Wunder wach.
Das Gloria, das wir so froh gesungen
wird Licht uns werden in den dunklen Tag.


Der Tannenbaum mit seinen Kerzen
rief uns die Jugendzeit zurück.
Der Kinder Jubel - Lachen - Scherzen
gab uns den Widerschein des Glücks.


Vom Christnachtszauber eingesponnen
versinkt vor mir die Zeit und auch der Raum.
Ich lächle still, froh und versonnen
und träume meinen Kindheitstraum.


Da treten sie in langen Scharen,
die mir einst waren lieb und wert
aus längst verklungenen Jugendjahren,
und alle haben sich beschert.


Freudig beglückt hör ich ein' Laut,
ein leiser Schritt, ein sanftes Schweben.
O, Mutterworte, lieb vertraut----
Der Traum ist aus, um mich ist Segen.